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18. - 20. Juli 2008 / ÖJAB-Haus Greifenstein "Sommerfestival Grenzenlos & UNSTAW Kongress" Ein dreitägiges Fest fand vom 18. bis 20. 7. 2008 rund um das Interkulturelle Wohnheim ÖJAB-Haus Greifenstein im Grünen direkt an der Donau und am Donau-Fahrradweg statt. Es wurde von und mit Flüchtlingen aus 72 Nationen, die die ÖJAB dort betreut, organisiert. Zu den Angeboten gehörte: Bazar, Kinderaktivitäten, kulinarische Spezialitäten, internationale Live-Musik und Tanz, Theater, Kurdische Gedichte, Ausstellungen, Sport & Spiel, Internationales Dorf (Zeltmöglichkeit), Lagerfeuer uva. Dieses Fest gibt es bereits seit mehreren Jahren, stets in Zusammenarbeit zwischen der ÖJAB und dem Verein "Grenzenlos St. Andrä-Wördern". Viele Flüchtlinge, die in den 60er Jahren nach Österreich kamen und deren Nachkommen sind hier besonders engagiert. Im Jahr 2008, auch angeregt durch "Globales Lernen neuer Generationen", wurden die Aktivitäten ausgeweitet und ein faszinierendes neues Highlight eingebaut: Der erste UNSTAW-Kongress"United Nations of St. Andrä/Wördern" wurde durchgeführt. UNSTAW gibt jedem / jeder die Möglichkeit, BotschafterIn ihrer / seiner Heimat zu werden: Artikel aus "jung & heimlich": Das vierte Grenzenlos
Sommerfestival vom 18. bis 20. Juli 2008 in Greifenstein (NÖ) konnte
mit einem besonderen Highlight aufwarten: es fand der erste United Nations
of St.Andrä/Wördern Kongress statt. Die BewohnerInnen des ÖJAB-Hauses Greifenstein haben wieder tatkräftig mitgewirkt. Samstag und Sonntag ging es in der Küche wie gewohnt sehr geschäftig zu. Es wurden Speisen aus den Heimatländern zubereitet, die dann beim Weltbuffet> angeboten wurden. Traditionellerweise betreuten zwei BewohnerInnen wieder die „Kaffee- und Kuchenhütte“, bei der es Samstag und Sonntag natürlich auch Frühstück gab. Die Einnahmen der „K- und K-Hütte“ kommen ausschließlich dem „Interkulturellen Naturgarten Greifenstein“ zu Gute. Freitag am Abend spielten
„Bird Prey“ (Akustik Rock) und „und…?“ (die Rettung ÖJAB-HAUS GREIFENSTEIN |
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Oktober 2008 / ÖJAB-Haus Burgenland 3
"Macht und Gerechtigkeit - Lesestammtisch B3" Seit dem Wintersemester 2008/09 findet einmal im Monat (Beginn Oktober 2008) ein Studien- und Lesezirkel unter dem klingenden Namen "Lesestammtisch" im Studentinnen- und Studentenwohnheim in der Bürgerspitalgasse 19 statt. Als erstes Buch wurde die Aufzeichnung einer Fernsehdiskussion aus dem Jahre 1971, bei der es zu der legendären Begegnung zweier wissenschaftlicher "Superhelden", dem Linguisten und Vordenker der Globalisierungskritik Noam Chomsky und dem wohl bekanntesten französischen Philosophen des 20sten Jahrhunderts Michel Foucault. Unter dem Titel "Macht und Gerechtigkeit" ist diese Konfrontation erstmals im April 2008 auf Deutsch erschienen. Warum die Bezeichnung
"Lesestammtisch"? Es sollte ein Titel für diese regelmäßige
Veranstaltung gefunden werden, der potenzielle TeilnehmerInnen nicht
zu sehr abschreckt, in dem er akademische Trockenheit ausstrahlt.
Artikel aus "jung
& heimlich": "...Lesestammtisch
im ÖJABHaus Burgenland 3 Unter dem Motto „Lesen – Denken – Diskutieren“
finden seit September 2008 einmal im Monat Treffen des neu gegründeten
Studienzirkels statt. BewohnerInnen der unterschiedlichsten Studienrichtungen
begegnen einander in gemütlicher Atmosphäre, um sich zu
Themen aller Art, die sich unter der Überschrift „Globales Lernen“
zusammenfassen lassen, auszutauschen. Ermöglicht wurde diese
Veranstaltung durch Projektgelder der Organisation für Österreichische
Entwicklungszusammenarbeit.
Das erste Buch „absolute(ly) Macht und Gerechtigkeit“
wurde von der Studienzirkelleiterin Birgit Hadler eingebracht. Es
ist die im April 2008 erstmals erschienene deutsche Version der Aufzeichnung
einer Fernsehdiskussion zwischen dem Linguisten und politischen Aktivisten
Noam Chomsky und dem französischen Philosophen Michel Foucault
aus dem Jahre 1971. Es kam zu einer angeregten Diskussion über
die Ansichten der beiden Protagonisten, die doch sehr unterschiedlichen
theoretischen Backgrounds zuzuordnen sind, jedoch beide als wissenschaftliche
Superstars gehandelt wurden.
Die kommenden Treffen versprechen spannend zu
werden, da sich die TeilnehmerInnen sehr aktiv einbringen. Für
das nächste Meeting am 11. Dezember um 19.30h ist geplant, den
ZEIT-Artikel eines indischen Politikwissenschafters über die
Rolle der USA als politischer Worldgambler den Ansichten Huntingtons
(„The Clash of Civilisations“) gegenüberzustellen. Man darf gespannt
sein! |
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"Globales Lernen in Donaufeld" In einem Südwind-Workshop wurden Fragen der Globalisierung und des Globalen Lernens mit Jugendlichen erarbeitet und diskutiert. Besonderes Augenmerk schenke man der nahen Umgebung des Heimes: Was ist in meiner Nähe, das letztlich einen globalen Zusammenhang hat? Woher kommt der Orangensaft, den ich trinke, oder das T-Shirt das ich trage? Was hat meine Flugreise mit Rucksack in exotische Länder mit Globalisierung zu tun? Gibt es in Österreich Flüchtlinge aus Ländern, in denen ich gerne Urlaub mache? Ist das, was ich täglich in der Zeitung lese, wirklich alles Wichtige, das in der Welt passiert? Wie erleben MitbewohnerInnen aus anderen Kulturkreisen ihre neue Heimat in Wien? Begleitend zum "Südwind"-Vortrag
mit Workshop wurde ein kleines "Weltbuffet" ausschließlich
fair gehandelter Speisen und Getränke als Imbiss für die TeilnehmerInnen
angeboten. Artikel aus "jung & heimlich": “Weltsicht entwickeln” im ÖJAB-Haus Donaufeld Globales Lernen hat viele Gesichter Am 22. Oktober 2008 fand im Rahmen des ÖJAB Jahresthemas „Globales Lernen“ ein Abend unter dem Motto „Weltansicht entwickeln“ im ÖJABHaus Donaufeld statt. Bereits Monate zuvor zerbrachen wir uns in der Heimleitung den Kopf, was denn an diesem Abend passieren sollte. Nach einem kurzen Brainstorming war klar, was wir wollten. Ruth war dann die nächsten Wochen damit beschäftigt Vortragende, Musiker und Buffet zu organisieren. Der Tag wurde eingeläutet von einem Work-shop, den zwei Vortragende von Südwind (eine entwicklungspolitische NGO) gestalteten. Mit Flächenschätzspielen und anderen Aufgaben versuchten sie den TeilnehmerInnen ein anderes Bild der Welt zu vermitteln - jenseits der uns bekannten Maßstäbe und Aufgliederungen. In kleinen Gruppen wurden die Ansichten erarbeitet und dann im Plenum vorgetragen. Der Workshop war leider viel zu schnell vorbei und auch die Vortragenden genossen die ungezwungene und lockere Atmosphäre, die während der zwei Stunden herrschte. Ein zweiter Teil wurde bereits angedacht. Nach dem Workshop konnten sich die StudentInnen an einem wirklich ausgezeichneten Buffet stärken, denn der Abend sollte noch lange werden. Das Buffet wurde uns vom Weltcafe in der Schwarzspanierstrasse geliefert und bestand aus biologischen und fair gehandelten Speisen. Nach der kurzen Pause
gab es dann noch musikalische Unterhaltung. Die erste Stunde gestaltete
Gabriella Kopias, eine langjährige Bewohnerin unseres Hauses, gemeinsam
mit ihrem Gitarristen Francois Gabriella. Sie erfreuten die Gäste
mit Chansons und Swingnummern. Die Begeisterung und der Beifall waren
groß. Doch danach kam der
Höhepunkt. Karim und Achill (sie stammen ursprünglichaus Burkina
Faso und dem Benin) brachten etwas Exotik in unsere Heimbar. Mit typisch
afrikanischen Instrumenten brachten sie uns ihre Musik näher. Lange
dauerte es nicht, bis die Tanzfläche eröffnet wurde und die
nächsten zwei Stunden getanzt und geschwitzt wurde. |
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25. Oktober 2008 /
ÖJAB-Haus Greifenstein
"Gäste aus Tansania" Am 25.10.2008 fand in unserem Haus ein Informationsnachmittag zum Kennenlernen von Tansania statt. "Welthaus Österreich" hat die Gäste aus Tansania nach Österreich eingeladen und mehrere Informationstage in Wien, Niederösterreich und Salzburg organisiert.
Artikel aus "jung & heimlich": Tansania-Tag im ÖJAB-Haus Greifenstein Am 25.10.2008 fand
im Interkulturellen Wohnheim Haus Greifenstein ein Informationsnachmittag
zum Kennenlernen von Tansania statt. „Welthaus Österreich“ hat
die Gäste aus Tansania nach Österreich eingeladen und mehrere
Informationstage in Wien, Niederösterreich und Salzburg organisiert.
Zuerst machten wir mit den Gästen eine Gartenführung im
„Interkulturellen Naturgarten Greifenstein“. Das Interesse war sehr
groß und es wurde sehr rege diskutiert. Nach ca. 40 Minuten
verlagerten wir die Diskussion in den Speisesaal, wo wir das Programm
nach einer kurzen Kaffeepause fortsetzten. Frau Tumaini Matutu und
Herr Jonas Lukule aus Tansania stellten uns zuerst ihr Land vor. Wir
konnten sehr viel über die Besonderheiten und „Reichtümer“
des Landes erfahren. |
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| 28. Oktober 2008 / ÖJAB-Haus
Eisenstadt
"Global denken, lokal handeln?" In einem Gespräch mit Hans Göttel, Leiter des Europahauses Burgenland, wurde das globale Denken in Anlehnung an Rüdiger Safranski´s Überlegungen zur Ideologie der Globalisierung (in seinem Buch "Wie viel Globalisierung verträgt der Mensch") diskutiert. Grundlage dafür war ein zu diesem Zweck verfasster Text. Globales Lernen. Eine VersuchungText zum Studienzirkel am 28. Oktober 08 im Haus Eisenstadt Globalisierung gibt es, behaupten sie, obwohl zwei Drittel aller Menschenwesen noch nie ein Telefongespräch geführt haben. Wir leben alle global vernetzt, sagen sie, obwohl ganz Afrika nicht so viele Telefonanschlüsse hat, wie allein Manhattan. Wir sind global total verflochten, lehren sie, obwohl die Historiker längst gezeigt haben, dass die wirtschaftlichen und finanziellen Verflechtungen, Personen- und Gütermobilität in der Zeit vor dem 1. Weltkrieg intensiver waren, als dies heute der Fall ist. Besser man begegnet der Globalisierung mit Respekt, also, indem man noch einmal und genauer hinschaut. Dann sehen wir neben der faktischen Globalisierung eine wuchernde Ideologie, ein gedankliches, rhetorisches, politisches Spiel mit dem Globalen. Wer spielt hier und warum? In Anlehnung an R. Safranski´s Überlegungen zur Ideologie der Globalisierung (in seinem Buch "Wie viel Globalisierung verträgt der Mensch"), behaupte ich, dass wir mit der Idee des Globalen (und dem Globalen Lernen) etwas verfolgen: 1. Wir wollen uneingeschränkt Geschäfte machen. Von den ungehemmten Spekulationen mit (Schein)-Kapital bis zur weltweiten Gültigkeit meiner Kredtikarte; von der Verlagerung der Produktion bis zur freien Wahl des Arbeitsplatzes; vom freizügigen Lebenswandel bis zum freien Handel mit persönlichen Dienstleistungen. Diese Variante der Globalisierungsideologie wird zumeist mit Neoliberalismus diffamiert und heftig behindert. 2. Wir wollen weltläufig sein, keine bodenständigen Wurzelwesen, keine Provinzler, uns abgrenzen von hinterwäldlerischer Borniertheit. Und wir können auch keine Nationalisten mehr sein: "Nie wieder Nationalismus" - das ist die in Österreich und Deutschland politisch korrekte Losung. Global Denken heißt hier zugleich: mit seiner peinlichen Vergangenheit (und Gegenwart) nichts mehr zu tun haben müssen. Diese Variante der Globalisierungsideologie kennzeichnet eine weltbürgerliche Absicht - und sie beruft sich gerne auf gute Namen, wie Kant. 3. Wir wollen die Welt retten - vor Zerstörung, Ausplünderung, Apokalypse durch technischen Größenwahn und gierigen Wachstumserwartungen. Der Klimawandel, das Ozonloch, das Waldsterben, das Artensterben, usw.. zeigen schon, was uns droht, wenn wir nicht aufhören und weitermachen wie bisher. Und weil wir hurtig weitermachen wie bisher, hat auch diese Variante der Globalisierungsideologie gute Konjunktur. Die Globalisierung ist ein eher neues Wort, 1996 war es das "Wort des Jahres", aber sie ist kein neues Phänomen. Schon früher wurden die Menschen durcheinandergewirbelt: in die Städte, zu den Fabriken, nach Amerika - und während sich das alte Dorfleben allmählich oder radikal auflöste - kam die Heimat als Idee zur Welt. Es war einfach notwendig. Und die Globalisierung hat es bewirkt, sie zu erfinden. Heimat, besonders viel Heimat, gibt es nämlich dort, wo besonders viele Menschen wegziehen. Spötter gibt es genug: Heimat ist das freundlichste Wort für Zurückgebliebenheit (Martin Walser), eine freundliche Umschreibung der Resignation, eine Tröstung. Heimat, so glaube ich, ist eine großartige Idee - wenn man ihr nicht auf den Leim geht. Die alten Chinesen haben zu dieser Spannung eine Weisheit formuliert: "Worte, die nahe liegen, aber in die Ferne weisen, sind gute Worte". Um "gute Worte" zu finden, ermuntert die ÖJAB ihre BewohnerInnen zu Verabredungen zum gemeinsamen Nachdenken - über Fragen, wie zum Beispiel: "Was bedeutet die Globalisierung für uns, was machen wir (uns) aus der Globalisierung?". Ob Kunst- oder Kulturevents, Bibliotheksgespräche, Lesezirkel, politische Diskussionen, Aktionen, - alle Versammlungen sind gut, sobald sie Worte finden, "die nahe liegen, aber in die Ferne weisen". Nur schade, dass sich der entwicklungspolitische Slogan "global denken - lokal handeln" so gar nicht um die chinesische Weisheit schert. (Entwurf 28.10.08 / Hans Göttel ) |
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Meet Your Neighbours Das Fest war ein gelungener Versuch, das Heim für den Bezirk zu öffnen und erstmals als einen Ort für Globales Lernen zu präsentieren. Die meisten Bewohner/innen, die im ÖJAB-Haus NÖ 1 wohnen, kommen aus dem Mostviertel. Bei der Gestaltung des Programms wurde ganz bewusst auf heimatliche Kultur und Akteure zurückgegriffen sowie Kulturen und Akteure einbezogen, die den 2. Bezirk, wo sich das Heim befindet, kennzeichnen. Von den 450 Teilnehmern waren ca. 50 externe Personen aus dem Bezirk. Insgesamt waren ca. 40 Personen an der inhaltlichen Vorbereitung beteiligt, darunter auch die Mitglieder des Heimchores, der jiddische, türkische und deutsche Lieder ausgewählt und präsentiert hat. Die Jüdische Kultusgemeinde und der Aktionskreis Augarten haben das Fest unterstützt, es war für die ÖJAB ein Veranstaltungshöhepunkt dieses Jahres. Fotos Meet your neighbours
– Fest der Kulturen Es gibt da diese umgangssprachliche Aussage „Beim Feiern kummen d’Leit z’samm“. Sie ist zigfach, erfolgreich erprobt und hat eine lange, wenn nicht so gar eine der Menschheitsgeschichte zugrundeliegende Tradition. Und so profan sich jenes Sprichwort auf den ersten Blick anhören mag, bei genauerer Betrachtung steckt tatsächlich viel anthropologische Wahrheit dahinter. Man feiert, tanzt,
isst, trinkt, redet und lacht miteinander – und jede der facettenreichen
Komponenten eines gelungenen Festes - sei es die Musik, die Kulinarik
oder die Kommunikation - bietet somit jedem Gast die Möglichkeit,
seinen ganz persönlichen, sozialen Anknüpfungspunkt zu finden.
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60 Jahre Menschenrechte - eine weltbürgerliche Erzählung In einem Dia-Vortrag präsentierte Stephan Mögle-Stadel, Buchautor und Vorstandsmitglied der Internationalen Weltbürgerstiftung in New York, die Entstehungsgeschichte der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und die Rolle der UNO seit ihrer Gründung vor 60 Jahren. Anschließend diskutierten Bewohner/innen des Heimes und externe Interessenten in einem Studienzirkel die Idee der Weltbürgerschaft 60 Jahre Weltbürgerbewegung:
Weltbürger kommen wieder nach Wien (pm) Vor 60 Jahren, am 19. November 1948,
besetzen zwei Dutzend Menschen, darunter Albert Camus, Garry Davis,
Andre Breton und Abbe Pierre, die UNO-Vollversammlung. Sie nannten sich
Weltbürger und hatten sich auf der Zuschauertribüne platziert,
von wo aus sie in Greenpeace-Manier die Vollversammlung mit Transparenten
und Lautsprechern unterbrachen. Sie demonstrierten damit für die
sofortige Verabschiedung des damals umstrittenen Entwurfs einer Menschenrechtserklärung.
Die Weltbürgerinitiative von 1948
forderte damals schon, dass die 30 Paragraphen der AEM, darunter Folterverbot
(§ 5) sowie Presse- und Meinungsfreiheit (§ 19), nicht nur
Erklärungs- und damit Appellcharakter haben sollten, sondern dass
sie automatisch Gesetzeskraft in allen UNO-Mitgliedstaaten bekommen. Die Weltbürgerbewegung hat in den vergangenen 10 Jahren u.a. Lobbyarbeit betrieben für die Schaffung eines Internationalen Straf-gerichtshof für Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Den Haag), eines UNO-Seegerichtshofs (Hamburg) zur Durchsetzung des Welt-seerechtsabkommens, eines Wahlpflichtkurses Weltbürgerkunde für Oberstufenschüler und für die Einrichtung einer Internationalen UNO-WB-IWF-Finanzaufsicht für die weltweiten, spekulativen Finanzgeschäfte. ((siehe nachfolgend 2. Pressemitteilung)) Ansprechpartner für
Presse Österreich: Weltbürger-Stiftung fordert Weltfinanzpolizei und Weltwirtschaftsrecht mit gesetzlichen Mindeststandards für den Weltfinanzmarkt Die jetzige Weltfinanzkrise war lange voraussehbar. Von 1996 bis 1999 hat die deutschsprachige Repräsentanz der Weltbürger-bewegung, WFM-Germany, im Rahmen ihrer Studiengruppe "Globalisierung und Zukunftsforschung" eine Öffentlichkeits-kampagne betrieben, um aufzuzeigen, welche Schritte notwendig wären, eine solche Krise zu vermeiden. Im SPIEGEL (Oktober,
Nr. 41) des Jahres 1996 schrieb der Projekt-leiter Stephan Mögle-Stadel:
"Alleine der Markt regiert. Bitte kein falsches Klagegeschrei.
Die ökologisch und völkerrechtlich notwendige Vereinigung
der Welt findet zunächst auf dem niedrigsten, gemeinsamen Nenner
der Welt-Wirtschaft statt, weil wir Welt-Bürger es versäumt
haben, die Welt-Regierungen rechtzeitig auf eine gerechtere Welt-Verfassung
festzulegen. (…) Wenn die Idee des Weltrechtsstaates nicht die Realität
der Weltwirtschaft einholt, dann werden wir als eine planetare Selbstmordgesellschaft
im Tode vereint sein." Die Nachrichtenagenturmeldungen
wurden damals u.a. von der Frankfurter Rundschau aufgegriffen.
In einem Interview mit Mögle-Stadel (FR, 27.11.98) unter der Schlagzeile
"Fernziel Globale Regierung" wird die Weltproblematik auf
einen Punkt gebracht: Acht Jahre später, unter der Überschrift "Globalisierung und Sklavenhandel", in der Rheinischen Post vom 08.März 2006 "hielt er Rückblick auf die weltweit größte Wirtschaftskrise des 20. Jahrhunderts, die Nachwirkungen des Börsen-Crashs von 1929. (…) Und Mögle-Stadel sieht in der heutigen Entwicklung eine Tendenz, wiederum in solche Dimensionen zu geraten." Nun, zwei Jahre später, befinden wir uns inmitten dieser Dimension einer Weltwirtschaftskrise. Anlässlich der Pressekonferenz am 03. November in der Bibliothek des Österreichischen Institut für Internationale Politik, Opern-gasse 20 B, 1040 Wien, stehen Herr Mögle-Stadel und Herr Troy Davis für Fragen zu Auswegen aus der Weltregierungskrise zur Verfügung. Es können auch individuelle Redaktionsgespräche und Interviews vereinbart werden. Stephan Mögle-Stadel hat nach dem
Studium von Pädagogik, Psychologie und Geschichten (Fachbereich
Psycho-Historie) mehrere Bücher zu den Themen Zukunftsforschung,
Weltbürgertum, Global Governance und UNO-Reform verfasst (siehe
websites). Links zu Weltbürgerfragen: Kontakt: Mag. Hans Göttel, Tel. 026
82-704 5933 WFM-WCF-Pressestelle: Postfach 800 745,
D-70507 Stuttgart WFM-WCF-EU-Office, 31 Boulevard de la
Marne, F-67000 Strasbourg World Citizen Foundation (WCF) HQ New
York City, 211 East 43rd Street, Artikel aus "jung & heimlich": "...60 Jahre
UNO-Menschenrechte Aus aktuellem Anlass lud die ÖJAB in Kooperation mit dem Europahaus Burgenland am Montag, den 3. November 2008 ins ÖJAB-Haus Burgenland 3. Hans Göttel führte als Moderator durch den Abend und präsentierte die Hauptredner Stephan Mögle-Stadel und Troy Davis. Ein bis auf den letzten
Sitzplatz gefüllter Veranstaltungsraum begrüßte den
Vortragenden Stephan Mögle-Stadel mit einem warmherzigen Applaus.
Der Diplom-Pädagoge und Buchautor sowie Vorstandsmitglied der Internationalen
Weltbürgerstiftung vermochte in seinem 60minütigen Vortrag
gekonnt und schlüssig die Entstehungsgeschichte, Erfolge, Überlegungen,
Tendenzen und Ziele der Stiftung zu vermitteln. Der äußerst
kompetent wirkende Mögle-Stadel machte keinen Hehl daraus, dass
er sein ganzes Tun in den Dienst der Weltbürgerbewegung stellt.
Seine Authentizität, seine Rhetorik und seine Begeisterung für
Befürworter der Stiftung, darunter finden sich Namen wie Albert
Einstein, Albert Camus, Kofi Annan oder Boutros Boutros-Ghali, zog sich
wie ein roter Faden durch das Referat, das nicht zuletzt aufgrund der
Fotos, Grafiken und Videos flüssig und kurzweilig wirkte. Im Anschluss an die
Vorträge fand unter der Leitung von Hans Göttel eine Publikumsdiskussion
statt. Nach einer Stärkung am ausgezeichneten Buffet, vorbereitet
von B3-Mitarbeiterin Birgit Hadler, setzte sich der ÖJAB-Studienzirkel
„Kosmopolitisches Denken“ mit den Referenten in der Heimbar zusammen
und diskutierte noch lange über die verschiedenen Aspekte des Weltbürgertums..." |
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